Shanghai Customs – Elektromotorrad aus China

Die Honda Super Cub ist das am häufigsten produzierte Motorrad aller Zeiten. Shanghai Customs nimmt sich nun dem Klassiker an und verbaut in der eCUB einen 1.000 Watt starken E-Motor. Seit 1958 produziert das japanische Unternehmen Honda die Maschine. Shanghai Customs setzt nun ebenfalls mit der eCUB2 weitere sinnvolle Neuerungen um, die für den urbanen Anspruch perfekt sind.

Shanghai Customs eCUB 2.0
Shanghai Customs eCUB 2.0 @sh-customs.com

Elektrokult auf chinesischen Straßen

Insgesamt leben mehr als 24 Millionen Einwohner in Shanghai. Offiziell. Hier bietet sich für kreative Köpfe viel Potenzial, um Umbauten für diverse fahrbare Untersätze an die Menschen zu bringen. Dabei ergibt sich jedoch derzeit das Problem, das der Import von Motorrädern beispielsweise sehr teuer ist. Gerade wenn diese über einen großen Hubraum verfügen, steigen die Kosten unverhältnismäßig. So haben sich ein Pole, ein Neuseeländer und ein Brite in einer Bar zu der Idee durchgerungen, im kulturellen Schmelztiegel Schanghai umbauten an der Yamaha SR oder der Honda CB 400 vorzunehmen.

Super Cub C125 ABS - Seitenansicht
Super Cub C125 ABS – Seitenansicht @honda.com

Diese sind vor Ort sehr häufig im Einsatz. Zudem spielte dem gegründeten Shanghai Customs der Umstand in die Karten, das die Zölle für den Import der benötigten Elektrik für Elektrofahrzeuge gelockert wurden. Dabei entstanden die eCUB. Honda CUB-Rahmen und 2.000-Watt-Elektromotor im absoluten Retro-Design. Mit 60 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Reichweite von 50 km ist die von Shanghai Customs entwickelte E-Version von Hondas Kult-Motorrad perfekt angepasst. Ein Kompromiss ist dabei die eCUB2. Nur 10 kg schwer schafft der City-Hopper 45 km/h und 45 km Reichweite. Ausreichend Kraft und Spritzigkeit für die urbanen Ansprüche.

Shanghai Customs eTRACKER
Shanghai Customs eTRACKER @sh-customs.com

Als fortschrittlichstes elektrisches Motorrad von Shanghai Customs gilt der eTRACKER. 5.000-Watt-Hinterradnabenmotor, 120 km/h schnell und eine Akkuladung soll 150 – 200 km weit reichen. Inspiriert ist das Motorrad von der Yamaha SR400. Der eTRACKER bietet also eine klassische Silhouette mit Custom-Ästhetik. Steuerbar ist das System über Android. Denn der 72-Volt-Akku mit 80 Ampere bringt ordentlich Leistung und ist zeitgleich das schwerste Teil der eTRACKER von Shanghai Customs. Satte 55 kg bringt dieser auf die Waage. Normalerweise wird diese Power in Hybrid-Fahrzeugen verwendet. Die Schwingen wurden zudem angepasst, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Und auch eine chinesische Vespa samt Beiwagen wurde von Shanghai Customs elektrifiziert. Das wohl berühmteste Fahrzeug auf chinesischen Straßen, der Seitenwagen Changjang CJ750, setzten die Macher an eine Veipai. Somit war die chinesische Vespa mit Sidecar nachgerüstet, die auf ordentliche 80 km/h und 60 km Reichweite kommt.

Changjiang CJ750 Seitenwagen
Changjiang CJ750 Seitenwagen @sh-customs.com

Shanghai Customs – ein Fazit

Ob Motorrad, Moped oder Fahrrad – elektrifizierte Zweiräder haben Konjunktur. Inwieweit die E-Mobilität jedoch in der Welt von Customs eine Zukunft hat, muss abgewartet werden. Das was Shanghai Customs mit der eCUB, eCUB2, Veipai und eTRACKER produziert, ist zwar Custom, aber absolut passend für den Mainstream. Zum Anbieter