
Orte am Wasser in Deutschland können nach Alpenfjord, endlosem Nordseestrand oder verwunschenem Wasserlabyrinth aussehen. Zwischen Bergseen, Ostseeküste und historischen Städten gibt es Plätze, bei denen das Wasser nicht nur Kulisse ist, sondern den Charakter des gesamten Ortes bestimmt.
Diese sechs Entdeckungen zeigen, wie unterschiedlich ein Tag am Wasser aussehen kann.
Königssee: fast wie ein Fjord – Bayern
Steile Felswände, smaragdgrünes Wasser und dahinter die Berge des Nationalparks Berchtesgaden: Der Königssee bei Schönau am Königssee gehört zu den Orten, die auf Fotos beinahe zu perfekt aussehen.
Der See ist bis zu 192 Meter tief. Weil die Felsen vielerorts unmittelbar bis ans Ufer reichen, gibt es keine Straße rund um den Königssee. Wer tiefer hinein möchte, nimmt eines der Elektroboote – inklusive des berühmten Trompetenechos zwischen den Bergen.

Eibsee: türkis unter der Zugspitze – Bayern
Direkt unter Deutschlands höchstem Berg liegt der Eibsee bei Grainau auf rund 1.000 Metern Höhe. Das klare, grün bis türkis schimmernde Wasser und das Zugspitzmassiv im Hintergrund sorgen für eine Kulisse, bei der man nicht unbedingt zuerst an Deutschland denkt.
Der See lässt sich zu Fuß umrunden, mit SUP, Ruder- oder Tretboot erkunden oder einfach von einer der kleinen Buchten aus genießen.

Spreewald: Straßen aus Wasser – Brandenburg
Im Spreewald wird Wasser selbst zum Wegenetz. Die Spree verzweigt sich hier in Hunderte natürliche und künstliche Wasserarme, die sogenannten Fließe.
Besonders rund um Lübbenau lässt sich die Landschaft klassisch mit dem Spreewaldkahn oder auf eigene Faust im Paddelboot entdecken. Mehr als 260 Kilometer befahrbare Wasserwege gibt es allein in diesem Bereich. Zwischen Erlenwald, kleinen Brücken und traditionellen Häusern entsteht eine Landschaft, die ziemlich einzigartig für Deutschland ist.

St. Peter-Ording: wenn der Strand kein Ende nimmt – Schleswig-Holstein
Der Strand von St. Peter-Ording ist rund zwölf Kilometer lang und stellenweise bis zu zwei Kilometer breit. Dazu kommen Dünen, Wattenmeer und die charakteristischen Pfahlbauten.
Gerade diese enorme Weite unterscheidet SPO von vielen klassischen deutschen Badeorten. Man kann hier kilometerweit laufen, kiten, strandsegeln oder sich einfach mit sehr viel Platz um sich herum an die Nordsee setzen.

Königsstuhl: weiße Felsen über der Ostsee – Rügen
Im Nationalpark Jasmund treffen alte Buchenwälder auf weiße Kreideklippen und die Ostsee. Einer der bekanntesten Punkte ist der Königsstuhl auf Rügen.
Vom Skywalk und den Aussichtspunkten öffnet sich der Blick über die Kreideküste und das Meer. Die Kombination aus hellem Fels, Wald und blauem Wasser wirkt fast zu dramatisch für eine deutsche Ostseeküste – und genau deshalb gehört dieser Ort in unsere Auswahl.

Schweriner Schloss: ein Schloss mitten im Wasser – Mecklenburg-Vorpommern
Beim Schweriner Schloss übernimmt das Wasser eine ganz andere Rolle. Das historische Residenzschloss steht auf einer Insel im Schweriner See und wirkt mit Türmen, Gärten und seiner Lage beinahe wie die deutsche Variante eines Märchenschlosses.
Heute befinden sich dort unter anderem der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns und das Schlossmuseum. Seit 2024 gehört das Residenzensemble Schwerin außerdem zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wasser verändert einen Ort
Königssee, Eibsee, Spreewald, Nordsee, Ostseeklippen und Schweriner Schloss könnten unterschiedlicher kaum sein.
Genau das macht Orte am Wasser interessant: Manchmal bestimmt das Wasser die Landschaft, manchmal die Freizeit und manchmal sogar die Architektur.
Und oft reicht schon ein Blick aufs Wasser, damit sich ein Wochenende ein kleines Stück weiter weg anfühlt.
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