SeaBubbles – Elektro Wassertaxi ist serienreif

Mit dem SeaBubbles soll eine Fahrt wie mit dem Auto möglich sein – nur eben über Wasser. Entwickelt wurde das Steuersystem vom gleichnamigen französischen Unternehmen. Diese entwickeln die foilenden Wasserfahrzeuge. Eingesetzt werden sollen die Wassertaxi auf dem Genfer See. Jedoch ging die Testfahrt „auf Grund“.

SeaBubbles Test 2018
SeaBubbles Test 2018 @seabubbles.fr

Sauberes, öffentliches Nahverkehrsmittel

Der französische „Tragflächen-Papst“ Alain Thébault ist nicht nur Geschwindigkeits-Weltrekordler auf dem Wasser. Zusammen mit dem Schweden Anders Bringdal, der selbst zweifacher Windsurf-Weltmeister ist, entwickelte Thébault das Wassertaxi. SeaBubbles ist dabei nicht ganz neu. Denn das spektakuläre Elektro-Motorboot auf Foils sollte Hochgeschwindigkeitsrekorde einfahren. Dies erreichte der Franzose nicht und so wird das futuristisch anmutende Gefährt kurzerhand als Taxi genutzt.

Im Design zeigt sich SeaBubbles in Tropfenform. Angetrieben von 2 Elektromotoren vom Typ Torqeedo, gleitet es auf Foils fast lautlos mit geringer Verdrängung über die Wasseroberfläche. Die Leistung wird laut Start-up mit 10 kW angegeben. Der Akku, der die Motoren mit Saft versorgt, verfügt über eine Kapazität von 20 kWh. Dabei ist das Wassertaxi 4 m lang und 2 m breit, mit Platz für den Steuermann und 4 Passagiere. Bei einer Geschwindigkeit von 6 kn, was rund 11 km/h entspricht, hebt das Gefährt vom Wasser ab. Anschließend fährt es auf seinen T-förmigen und U-förmigen Flügeln. So verringert sich der Reibungswiderstand um mehr als 50 %. Um die Foils letztendlich optimal hinzubekommen, haben Thébault und Bringdal den Hydrodynamik-Spezialisten Caponnetto Hueber mit ins Boot geholt. So gelang es schließlich, das Sea Bubbles stabil auf das Wasser zu bringen.

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Angst vor Übelkeit aufgrund einer Seekrankheit muss indes niemand befürchten. Denn das Steuersystem misst über Sensoren ständig die Höhe des Bootes und den Wasserstand. Der Computer des SeaBubbles errechnet daraus ein Gegensteuern. Dieses wird über 3 Klappen in den Foils umgesetzt. Damit wird das Wassertaxi gerade gehalten. So soll es sich anfühlen, als ob der Passagier in einem Auto unterwegs wäre. Selbst Hüpfen im Inneren soll das System ausgleichen.

Mit der Idee will Thébault nicht weniger, als den gesamten Verkehr, der sich über die Straßen der Metropolen quält, auf das Wasser verlagern. Mit den Elektrofahrzeugen soll dann ebenfalls den Emissionen Einhalt geboten werden. Groß eingeführt werden sollte das Wassertaxi zudem im April 2019 am Genfer See. Jedoch lief es hier auf Grund. Eine Probefahrt soll zeitnah wiederholt werden.

SeaBubbles in St. Tropez
SeaBubbles in St. Tropez @seabubbles.fr

SeaBubbles – ein Fazit

Bisher zeigen sich zwar viele Menschen begeistert von der Idee des Taxis, das über Foils auf dem Wasser gleitet – jedoch bleiben eben diese skeptisch. So verwundert es nicht, das der Absatz des Fahrzeugs eher schleppend läuft. Zudem scheiterte Sea Bubbles mit dem Dienst im letzten Jahr in Paris am Widerstand der Schiffsbetreiber vor Ort. Zum Anbieter