Dein Auto, dein Strom: Wie du mit einer Wallbox zu Hause bequem und günstig aufladen kannst

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Mit einer Wallbox kannst du dein E-Fahrzeug ganz bequem zu Hause laden.
Mit einer Wallbox kannst du dein E-Fahrzeug ganz bequem zu Hause laden Pixabay.com © IsmaelMarder CCO Public Domain

Die Zahl der E-Fahrzeuge steigt deutschlandweit kontinuierlich. Von den über 48,8 Millionen Pkw sind bislang jedoch nur ca. 1,3 Prozent elektrisch. Das soll sich nach dem Willen der Bundesregierung deutlich ändern, denn sie möchte den Ausbau der E-Mobilität mit attraktiven Anreizen weiter fördern. Du kannst davon ebenfalls profitieren und dir nicht nur eine Prämie für den Neuwagen sichern. Auch für die Installation einer Wallbox zum kostengünstigen Laden zu Hause gibt es verschiedene Unterstützungen.

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E-Fahrzeuge weiter auf dem Vormarsch

2022 war das bisher erfolgreichste Jahr für Elektrofahrzeuge. In zwölf Monaten wurden mehr als 470.000 E-Fahrzeuge zugelassen. Die unangefochtene Hauptstadt der Elektrofahrzeuge ist Wolfsburg, denn in keiner anderen City gibt es mehr Zulassung. Ein Grund hierfür ist natürlich die Nähe zum Volkswagen-Konzern, aber auch das gut ausgebaute Ladenetz.

Auch die ersten beiden Monate des Jahres 2023 begannen vielversprechend. Innerhalb von 60 Tagen wurden mehr als 50.000 E-Fahrzeuge neu zugelassen. Ein Grund dafür sind die verschiedenen Anreize, die es gibt. Neben dem Erlass der Kfz-Steuer gehören auch Prämien bis 3.000 Euro für den Anschaffungspreis (netto) hinzu. Entscheidest du dich beispielsweise, einen Tesla für einen Listenpreis von 57.000 Euro zu erwerben, gibt es dafür vom Staat 3.000 Euro als Rückerstattung. Günstige E-Fahrzeuge bis 40.000 Euro werden mit einer Forderung in Höhe von 4.500 Euro auf den Nettolistenpreis unterstützt.

Möchtest du elektrisiert auf zwei Rädern unterwegs sein, findest du zahlreiche coole Elektro-Scooter. Das Umweltbundesamt hat eine Liste herausgebracht, in der förderfähige Elektroroller-Modelle zu finden sind. Mit etwas Glück bekommst du für den Kauf eine Förderprämie bis 350 Euro (abhängig von Vermarktungspreisen am THG Quotenmarkt).

Kassiere zusätzlich mit deinem eigenen Strom

Du hast auch die Möglichkeit, dir eine Wallbox finanzieren zu lassen. So bist du nicht nur flexibel und kannst dein E-Fahrzeug komfortabel zu Hause aufladen, sondern erhältst für den Aufwand eine Unterstützung. Da die konventionelle Haushaltssteckdose der hohen Lade-Last nicht Stand hält, solltest du schon aus Sicherheitsgründen auf eine professionelle Variante zurückgreifen. Wand-Ladestationen gibt es mittlerweile von verschiedenen Herstellern mit einem maximalen Bedienkomfort. Bei der Auswahl solltest du vor allem auf die Leistung achten, denn zwischen max. 20 A und 3×32 A ist vieles möglich.

Möchtest du eine Wallbox installieren, musst du dies bei deinem Netzbetreiber anmelden und dir eine Genehmigung dafür besorgen (allerdings nur, wenn deine Ladeleistung elf KW überschreitet). Die Leistung der Wallbox und des Bordladegerätes entscheidet darüber, wie lange du für einen Ladevorgang benötigst. Eine haushaltsübliche Steckdose (nicht für die Ladungen von E-Fahrzeugen zu empfehlen) braucht mit einer Leistung von 2,3 kW ca. 17 Stunden. Deutlich schneller geht es mit einer Wallbox Typ 2 mit einem Anschluss von 230 V und 16 A. Die Leistung liegt bei 3,7 kW und schafft eine vollständige Aufladung in ca. 11 Stunden. Möchtest du denn E-Fahrzeug in nur ca. 2 Stunden aufladen, brauchst du dafür eine Wandladestation mit deutlich mehr Power. Optimal dafür sind 400 V und 3×32 A mit 22 kW.

Lass dir die Kosten für die Wallbox-Installation erstatten

Du siehst, dass es bei dem Leistungsvermögen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Wallboxen gibt. Das schlägt sich auch in der Preisgestaltung nieder, denn ohne Installation können die Boxen zwischen 500 Euro bis 2.000 Euro und mehr kosten. Werden die Wandlade-Geräte durch Profis (von Experten empfohlen) installiert, musst du noch einmal mit Zusatzkosten (abhängig vom Material und den örtlichen Gegebenheiten) ab ca. 500 Euro rechnen.

Um den Ausbau der E-Mobilität zu fördern, stellten die Bundesregierung und die KfW verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Bislang gab es dafür einen Zuschuss bis 900 Euro. Hattest du dich für eine Wallbox entschieden, deren Installationskosten 900 Euro überschreiten, konntest du mit Nachweis der Rechnung auch auf einen höheren Zuschuss hoffen. Aktuell (Stand April 2023) sind die Fördermöglichkeiten des jedoch Bundes ausgeschöpft und auch die KfW stellt deshalb keine Unterstützung für die Wallbox-Installation mehr zur Verfügung. Ob und wann die Programme wieder aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Bislang hat Verkehrsminister Volker Wissing noch keine verbindlichen Aussagen zu neuen Programmen zur Stützung der E-Infrastruktur für private Haushalte getroffen.

Unterstützung für die Wallbox Installation
Pixabay.com © AlexanderStein CCO Public Domain

Mit etwas Glück bekommst du Unterstützung für deinen benötigten Strom und die Wallbox-Installation. Einige kommunale Programme subventionieren auch private Haushalte.

Achte auf Fördermöglichkeiten in deinem Bundesland

Die Fördertöpfe der Bundesregierung sind nur eine Möglichkeit, um dir die Ausgaben für deine Wand-Ladestation wiederzuholen. Einige Bundesländer bieten individuelle Programme, mit denen ebenso der Ausbau der E-Mobilität unterstützt werden soll. Es kann sich lohnen, wenn du dir die aktuellen Angebote auf den Seiten deines zuständigen Bundesamtes/der Kommunalverwaltung näher anschaust. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise für Privatpersonen Zuschüsse bis 1.500 Euro, wenn du deine Wallbox mit einer Photovoltaikanlage kombinierst.

Baden-Württemberg spendiert dir für den Kauf eines Elektro-Pkw und die Installation einer Fotovoltaik-Anlagen Kombination mit einer Wallbox ebenfalls 1.500 Euro (500 Euro für die Wandlade-Station und 1.000 Euro für den E-Pkw).

Auch einzelne Städte und Kommunen machen mit. Installierst du beispielsweise in Hannover eine Wallbox und nutzt dafür Ökostrom, gibt es 200 Euro für dich. In München gibt es bis zu 40 Prozent der Netto-Anschaffungskosten für deinen Ladepunkt. Allerdings ist die Zahlung auf maximal 500 Euro begrenzt. Stellst du es geschickt an, kannst du dir durch unterschiedliche Fördermöglichkeiten gleich mehrere Rückerstattungen sichern.