Was ist beim Handyvertrag wichtig?

Die Vielfalt der Handyvertrag-Angebote auf dem Mobilfunksektor ist verwirrend. Es gibt Prepaidverträge, Allnet-Flats, es wird geworben mit hohem Datenvolumen und Kostenairbags und das zu sehr stark differierenden Preisen. Doch worauf muss man eigentlich bei der Auswahl eines Handytarifs achten?

 

Smartphone in Weiss
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Was ist ein Handyvertrag?

Ein Handyvertrag legt genau genommen die Konditionen fest, zu denen das Handy genutzt werden kann. Der Handytarif bestimmt die Nutzung des Handys: Wie viele Telefonate kann der Kunde führen und zu welchem Preis? Die Tarife sind oft sehr reich an Bestimmungen und „Sternchenhinweisen“, die auf den ersten Blick unmöglich zu erfassen sind. Lesen Sie also möglichst genau die Bestimmungen eines Tarifs.

Ein Beispiel:

Anbieter X wirbt in großen Buchstaben mit einer Allnet-Flatrate und 1 GB Datenvolumen. In den kleiner gedruckten Tarifbestimmungen findet der Interessent die Auskunft, dass er sich für zwei Jahre festlegen und monatlich 20 Euro zahlen soll. Dafür kann er unbegrenzt telefonieren und SMS versenden. Im Internet darf er beim Surfen 1 GB Volumen verbrauchen. Das ist gerade genug, um ein paar Videos zu schauen. Schaut er mehr, drosselt der Anbieter die Geschwindigkeit.

Ob sich dieser Vertrag lohnt, hängt ganz davon ab, welche Ansprüche der Einzelne hat. Wer häufig telefoniert und SMS versendet, aber wenig surft, wäre mit diesem Vertrag gut bedient. Wer nur sehr selten telefoniert, sollte eher zu einer Prepaidlösung greifen. Diverse Vergleichsportale bieten Interessenten die Möglichkeit, anhand ihrer Kriterien den individuell günstigsten Tarif herauszufinden.

Netzqualität: Wichtig kann auch die Frage sein, wie stabil das Netz sein muss. Wer auf zuverlässige Erreichbarkeit angewiesen ist, sollte auf ein gut ausgebautes, aber teures Netz wie etwa das der Telekom setzen. Andere Netze sind preisgünstiger, aber auch eher einmal einer Störung ausgesetzt.

Laufzeit: Üblich sind Verträge, die den Kunden über mehrere Jahre binden. Wer nicht rechtzeitig kündigt, hat bei solchen Verträgen mit einer Verlängerung um ein weiteres Jahr zu rechnen. Daneben gibt es Verträge mit kürzeren Laufzeiten und solche ohne Laufzeit, die Prepaidverträge. Das im Voraus bezahlte Guthaben muss allerdings innerhalb einer gewissen Zeitspanne verbraucht werden, sonst wird es gelöscht: Es handelt sich dabei um eine dubiose Praxis, die vor allem dann lästig ist, wenn man sein Handy nur für Notfälle dabei hat

Preise: Telefonieren ist nach wie vor teuer. Die meisten Handyverträge enthalten eine monatliche Grundgebühr, die auch ohne Nutzung anfällt; hinzu kommen variable Kosten, die nach Nutzung anfallen. Hier ist große Vorsicht geboten: Das Handy sollte so eingestellt sein, dass kein Datenvolumen unbemerkt verbraucht werden kann. Sonst kann die Handyrechnung schnell zur Überraschung werden