Moorebot Scout Roboter: mobile und autonome KI-Überwachung

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Der Moorebot Scout fährt auf 4 Rädern durch den Haushalt und hält alles im Blick. Dabei greift er auf eine Vielzahl von Sensoren zurück, die, kombiniert mit einem AI-Algorithmus für die Überwachung sorgen. Dabei kann er selbst an die Stellen blicken, die normalerweise als «toter Winkel» bezeichnet werden.

Moorebot Scout Roboter
Moorebot Scout Roboter @moorebot.com

Stets alles im Blick

Laut Hersteller ist der Moorebot Scout 70 mm x 100 mm x 110 mm groß. Auffälligstes Merkmal sind die großen Reifen sowie die FHD-Kamera, die ihm das «Sehen» ermöglicht. Beschrieben wird er dabei als «ideal für die Überwachung» im eigenen Haushalt. So kann er etwa auf autonome Patrouillen gehen oder Haustiere begleiten. Dank seines automatischen Modus übernimmt der 4-rädrige Sicherheitsroboter seine Aufgaben Tag und Nacht. Wird der Akku langsam leer, begibt sich der Scout eigenständig zurück an seine Ladestation.

Als Antrieb wird ein Elektromotor integriert, der einen Allradantrieb ermöglicht. Als Akku setzt der Moorebot mit dem Scout auf einen Li-Ion-Akku, der rund 2 Stunden für Betrieb sorgen soll. Das Betriebssystem basiert auf Linux und ist Open Source. Wer möchte und dazu befähigt ist, kann dem kompakten Überwachungsroboter individuelle Eigenheiten programmieren. Um seine Umwelt wahrzunehmen, kommt eine FHD-Kamera mit 1.080p zum Einsatz. Für die perfekte Ausleuchtung sorgt bei dieser eine Taschenlampe. Doch ebenfalls in der Nacht fühlt sich der Moorebot Scout wohl. Denn er verfügt über Nachtsicht.

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Programmier- und Erweiterbar

Die Umwelt nimmt der Moorebot Scout über die Kamera sowie mithilfe von 11 Sensoren wahr. Zudem verfügt er über ein Mikrofon sowie einen 1 W starken Lautsprecher. Über den kleinen Roboter lässt sich also auch kommunizieren. Besonders praktisch ist, dass das autonome System ebenfalls selbst gesteuert werden kann. Ist der Besitzer etwa aktuell nicht in den eigenen 4 Wänden, kann als Beispiel das Haustier beobachtet werden. Gleiches gilt selbstverständlich für andere Bewohner.

Somit kann der Überwachungsroboter autonom seine Kreise ziehe, wobei sich Aufgaben planen lassen oder er einfach manuell bedient wird. Livestreams liefert das System auf einen Sprachbefehl hin ebenfalls. Hierzu kann neben dem Google Assistant ebenso Alexa bemüht werden. Für die Rechenleistung sorgt ein 1,2-GHz Quad-Core ARM. Diesem stehen 1 GB DDR RAM als Arbeitsspeicher sowie ein Flashspeicher mit 4 GB zur Seite.

Doch neben den Möglichkeiten, das eigene Heim zu überwachen, kann der Moorebot Scout ebenso für spezielle Arbeiten eingesetzt werden. Etwa, um Bilder von Orten zu liefern, die für das menschliche Auge nicht einsichtig sind. Als Beispiel können hier Inspektionen von Anlagen oder Bauten genannt werden. Selbst die Implementierung neuer Funktionen über eine eigenständige Programmierung sowie der Anbau von Werkzeugen mithilfe eines 3D-Druckers sind eine Option.

Moorebot Scout LadestationMoorebot Scout Ladestation
Moorebot Scout Ladestation @moorebot.com

Vielseitiger und vor allem kompakter Roboter: Moorebot Scout

Auch wenn der Scout ein wenig verspielt aussieht, ist er doch eine rein zweckmäßige Entwicklung. Er verfügt über SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) sowie die Fähigkeit, einzelne Personen zu erkennen und diese zu verfolgen. Somit ist er optimal für heimischen Bereich konzipiert, wobei er ebenfalls für Handwerker einen Mehrwert bieten kann. Über die Option, weitere Funktionen selbst mit der blockbasierten visuellen Programmiersprache hinzuzufügen, bringt der Moorebot Scout alles mit, was ein moderner und smarter Roboter heute braucht. Auf den Markt kommen soll er im Frühjahr 2021 für 179,00 $.

Von Christian

Hauptberuflich im Medienbereich beschäftigt, gehört er vom Beginn an zur mobilen Generation.