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Vegan Tattoo ist tierleidfrei und ökologisch

Der vegane Lebensstil ist viel mehr, als nur auf Fleisch, Fisch und Eier zu verzichten. Auch wer ein Tattoo will, steht vor einer nicht unbedingt leichten Aufgabe. Das Vegan Tattoo ist im Optimalfall nicht nur tierleidfrei, sondern ebenfalls umweltbewusst. Doch was steckt hinter den Vegan Tattoos?

Vegan Tattoo
Vegan Tattoo

Das ewige Leid mit den tierischen Inhaltsstoffen

Schmuck und Farbe gehören seit jeher zum Menschsein dazu. Farbe auf der Haut war schon vor mehr als 5.000 Jahre „in“. So hatte etwa der bekannte „Ötzi“ satte 61 Tätowierungen. Realisiert wurden seine Vegan Tattoo mithilfe von Kohlestaub. Dieser hatte man damals in kleine Wunden gerieben, die als Punkte dann ein Gesamtbild ergaben. Unter den Millionen Menschen, die sich jährlich Tätowieren lassen, finden sich auch immer mehr Veganer. Alleine in Deutschland leben laut einer Studie mehr als 1,3 Millionen Menschen vegan. Hinzukommen noch einmal 8 Millionen Vegetarier. Global betrachtet verzichten mehr als 1 Milliarde Menschen, also im Schnitt fast jeder 7., auf Fleisch – und die Zahlen wachsen weiter.

Doch nicht nur Bekleidung, Lebensmittel oder Unterhaltungselektronik kann nicht vegan sein. Auch in Tattoostudios gibt es eine Vielzahl tierischer Produkte oder Dinge, die an anderen Lebewesen getestet sind oder Teile von ihnen beinhalten. Für ein Vegan Tattoo also, ist einiges zu beachten. Das geht bei der Tattoofarbe los und kann selbst das Matritzenpapier betreffen, für das häufig tierische Gelatine (gekochte Tierhaut, Knorpel, Sehnen, Schwarte und vieles mehr) zum Einsatz kommt. Ebenso sind Dinge betroffen, von denen man es kaum denken würde, wie etwa die Stencilflüssigkeit. Auch hier können sich tierische Inhaltsstoffe verstecken.

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Bewusstsein schaffen

Wie relevant das Thema für Veganer*innen ist, zeigt sich bei dem weltweiten Netzwerk vegantattoostudios.com. Hier kann der Suchende durch die Eingabe des Wohnorts schnell ein Tattoostudio in der Nähe ausmachen, welches ökologische und vegane Tattoos sticht. Dabei wird selbstverständlich ebenfalls darauf geachtet, das in der Tinte keine Tierkohle, Gelatine oder Schellack zu finden ist.

Doch ein Vegan Tattoo muss heute noch mehr können. Da Veganer im Allgemeinen sehr bewusst mit sich und der Umwelt umgehen, ist folglich das viele Plastik, dass beim Tätowieren verbraucht wird, ein Dorn im Auge. Denn für die Liegen und Arbeitstische wird sterile Folie verwendet, mit Einwegrasierern die Haare entfernt und auch die Frischhaltefolie führt zu viel Müll. Doch selbst in diesem Bereich gibt es bereits Alternativen, wobei nicht alle das Bewusstsein dafür zu haben scheinen. Hinzukommt, dass es noch viel zu tun gibt. So ist die Verpackung der Tinte für Vegan Tattoos stets in Plastik verpackt und auch die Einweghandschuhe sind derzeit fast alternativlos.

Umweltbewusste und vegane Tattoos wünschen sich immer mehr
Umweltbewusste und vegane Tattoos wünschen sich immer mehr

Fazit zum Vegan Tattoo

Im Allgemeinen zeigt sich, dass ein Großteil der Farben die im Umlauf sind, vegan sind. Problematisch hingegen sind die verwendeten Pflegemittel. Denn hier kommen häufig tierische Inhaltsstoffe vor. Jeder Veganer, der sich ein Tattoo wünscht, muss sich insofern entscheiden, ob er komplett auf ausschließlich vegane Produkte setzen will, oder seinen Fokus lediglich auf die Tattoofarben legt. Ein Vegan Tattoo impliziert allerdings, das der komplette Prozess ohne Tierleid auskommt.