
Manche Gadgets lösen Probleme, von denen man vorher gar nicht wusste, dass man sie hat. Andere sind technisch beeindruckend, herrlich übertrieben oder einfach so ungewöhnlich, dass man sie trotzdem haben möchte. Genau um diese Sorte geht es hier.
Sechs Entdeckungen, bei denen die Frage weniger lautet „Brauche ich das?“ – sondern eher: „Warum ist das eigentlich so cool?“
JLab Blue XL: Kopfhörer? Lautsprecher? Irgendwie beides
Der JLab Blue XL sieht aus wie ein viel zu groß geratener Over-Ear-Kopfhörer. Tatsächlich handelt es sich um einen tragbaren Bluetooth-Lautsprecher, der sogar um den Hals getragen werden kann.
30 Watt Leistung und bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit machen das Ganze erstaunlich ernsthaft. Vernünftig ist dieses Design trotzdem nicht unbedingt – und genau darin liegt sein Reiz.

NoxTi: ein Schlüsselanhänger, der 25 Jahre leuchtet
Ein Schlüsselanhänger braucht normalerweise keine eigene Lichtquelle. Beim NoxTi sieht man das anders.
In dem kleinen Titangehäuse steckt ein Tritium-Leuchtelement, das ohne Batterie oder Aufladen über viele Jahre sichtbar leuchten kann. Technisch faszinierend, ziemlich speziell und vermutlich eines der aufwendigsten Mittel, um seinen Schlüsselbund im Dunkeln wiederzufinden.

Love Hultén NES-SY2.0: Nintendo trifft Synthesizer
Der NES-SY2.0 von Love Hultén ist eine dieser Ideen, die eigentlich niemand bestellt hat – die man nach dem ersten Blick aber unbedingt verstehen möchte.
Das Einzelstück verbindet Chiptune-Synthesizer, MIDI-Technik und eine funktionierende NES-Konsole in einem Gehäuse. Retro-Gaming trifft Musikmaschine trifft Designobjekt. Praktisch? Eher nicht. Außergewöhnlich? Definitiv.

Bit-Pong: wenn Tischtennis plötzlich digital wird
Normale Tischtennisplatten funktionieren seit Jahrzehnten ziemlich gut. Bit-Pong stattet sie trotzdem mit RGB-LED-Fläche, Sensorik und digitaler Spielerkennung aus.
Dadurch entstehen zusätzliche Spielmodi, Animationen und sogar Arcade-Elemente. Wer einfach nur Tischtennis spielen möchte, braucht das alles nicht. Wer seinen Hobbyraum allerdings in eine kleine Spielhalle verwandeln möchte, könnte anders darüber denken.

Eilik: ein Roboter für den Schreibtisch
Der kleine Eilik soll keine Wohnung putzen, keine Pakete transportieren und auch keine komplizierten Arbeiten erledigen. Seine eigentliche Aufgabe ist Persönlichkeit.
Sensoren, Animationen und unterschiedliche Reaktionen lassen den kleinen Schreibtischroboter auf Berührungen und seine Umgebung reagieren. Damit ist Eilik im Grunde eine technische Ablenkung mit digitalem Gesicht – was für einen Arbeitsplatz manchmal genau die richtige Funktion sein kann.

Fingerbot: der Roboter für einen einzigen Finger
Der Fingerbot löst ein erstaunlich spezielles Problem: Er drückt Knöpfe.
Der kleine App-gesteuerte Mechanismus wird vor einem Schalter oder Taster befestigt und kann beispielsweise eine Kaffeemaschine oder andere nicht smarte Geräte auslösen. Statt das Gerät auszutauschen, bekommt der vorhandene Schalter einen ferngesteuerten Finger.
Ein bisschen absurd – aber auch ziemlich clever.

Braucht man diese Gadgets? Zum Glück nicht immer.
Nicht jedes gute Produkt muss ein dringendes Problem lösen. Manchmal reicht eine ungewöhnliche Idee, großartiges Design oder Technik, die einfach Spaß macht.
Genau deshalb gehören solche Gadgets zu coolsten.de. Sie zeigen, dass Innovation nicht immer vernünftig sein muss.
Und wenn man nach dem Lesen plötzlich einen leuchtenden Titan-Schlüsselanhänger oder einen kleinen Roboter auf dem Schreibtisch haben möchte, können wir auch nichts dafür.


