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Uber Air – die Zukunft der Mitfahrgelegenheit

Mit Uber Air stellt Uber ein neues Konzept für die kommenden Generationen vor. Es besteht aus Miniaturflugzeugen namhafter Hersteller, die kleine Strecken in dicht besiedelten Regionen schnell überbrücken können. Erste Testflüge soll es noch 2020 geben. Bis 2023 soll das Konzept offiziell für die Öffentlichkeit nutzbar sein.

HYUNDAI Uber Air Vorstellung
HYUNDAI Uber Air Vorstellung @twitter.com

Visionäres Konzept für die kommenden Jahre

Mit Uber Air zeigt sich das Unternehmen bereit, es mit anderen Technologie-Giganten aufzunehmen. Schließlich beschreiten immer mehr Anbieter den Weg, ihre Fahrzeuge autonom fahren zu lassen. Doch auch der Luftraum ist begehrt. So konnte vor Kurzem erst der in München erdachte und produzierte Lilium Jet als Flugtaxi, einige ferngesteuerte Runden drehen.

Uber selbst plant, für ihr Projekt nicht nur ein fliegendes Taxi. Viel mehr will man in der Projektversion eine Gruppe aus technisch fortschrittlichen Unternehmen zusammenbringen. Mit diesen soll dann gemeinsam der stark bevölkerte Raum, durch die Transitoption in der Luft, entlastet werden.

Um Uber Air überhaupt möglich zu machen, gilt es mit Städten und Ländern eine Übereinkunft für ein Netz aus Mitfluggelegenheiten zu sorgen. Als Erstes wird der Service laut Uber in Melbourne, Dallas und Los Angeles eingerichtet. Dabei sollen noch 2020 Demonstrationsflüge abgehalten werden. Ab dem Jahr 2023 ist die kommerzielle Nutzung für die Öffentlichkeit vorgesehen.

Klar ist dabei auch, dass es für Uber Air die nötige Infrastruktur braucht. Schließlich müssen die geplanten Senkrechtstarter irgendwo landen und abheben können. Hier wurde ein Netzwerk aus Skyports erdacht, die den Betrieb ermöglichen. Möglich machen dies Architekten, Designer und Ingenieure, die bereits Lösungen entwickelt haben. Von diesen aus soll es möglich sein, bis zu 1.000 Landungen pro Stunde durchzuführen. Und das auf einer Fläche von rund 2 Hektar.

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Transport und Kosten

Für den Transit wurden bereits allgemeine eVTOL-Referenzmodelle kreiert. Deren Anforderungen sind im Grunde die Gleichen. So soll die Reisegeschwindigkeit bei 200 km/h liegen und eine Reichweite von 100 km möglich sein. Dazu wurde mit Bell, Boing, EmbraerX, Hyundai, Jaunt, Joby, Karem und Pipistrel zusammengearbeitet. Die Senkrechtstarter für den Transit sollen in der finalen Version 1 Pilot und 4 Gäste aufnehmen können. Damit will Uber in dicht besiedelten Regionen eine Autofahrt von 2 Stunden auf 15 Minuten reduzieren.

Bei den Kosten wurden bereits konkrete Zahlen genannt. So gab Uber an, dass der durchschnittliche Verbrauch eines Autos, das 1,61 km weit fährt, zwischen 0,464 und 0,608 $ kostet. Zu Beginn wird Uber Air allerdings rund 6 $ pro 1,61 km kosten. Da jedoch die Kosten mit dem Wachstum sinken, dürfte laut Unternehmensangaben der Preis auf etwa 1,86 $ pro 1,61 km sinken. Zudem geht man fest davon aus, dass sich die Technologie schnell eines festen Kundenstamms erfreuen wird. Schließlich soll die Zeiteinsparung enorm sein. Hinzukommt, dass das Konzept umgehend auf 700 Millionen Kunden stoßen wird.

Uber Air Skyport Skizze
Uber Air Skyport Skizze @uber.com

Uber Air Fazit

Bisher hat das Unternehmen eine Menge Menschen an einen Tisch gebracht. Neben Regierungs- und Branchenchefs gehören ebenso Fahrzeugkonstrukteure, Hersteller, Investoren, Aufsichtsbehörden und viele andere dazu. Damit will man das Konzept von der städtischen Luftfahrt schnell umsetzen und so die Weichen für die Zukunft stellen. Nur so ist es mit Uber Air möglich, den gemeinsamen Flug über dicht besiedelte Städte erschwinglich zu gestalten. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu tun.